Nachhaltigkeitsmanagement für integrierte ESG-Prozesse mit SAP Sustainability
Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit nicht nur zu dokumentieren, sondern aktiv in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Regulatorische Anforderungen wie CSRD, ESRS sowie steigende Erwartungen von Investoren, Kunden und Geschäftspartnern erhöhen den Bedarf an belastbaren ESG-Daten und transparenten Nachhaltigkeitskennzahlen.
Nachhaltigkeitsmanagement auf einer einheitlichen Datenplattform
In der Praxis werden diese Daten jedoch häufig erst im Nachhinein gesammelt, manuell zusammengeführt oder in getrennten Systemen gepflegt. Dadurch entstehen Medienbrüche, unterschiedliche Datenstände und ein hoher Aufwand bei der Berichterstattung.
So entsteht eine Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Steuerung von Nachhaltigkeit.
Mit SAP Nachhaltigkeitsmanagement wird dieser Ansatz verändert. Nachhaltigkeitsdaten werden direkt in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert und mit Finanz-, Produktions-, Logistik- und Lieferkettendaten verknüpft. So entsteht eine einheitliche und verlässliche Datenbasis für Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Nachhaltigkeit im ERP verankert
Der zentrale Unterschied des SAP-Ansatzes liegt in der direkten Integration in das ERP-System. Nachhaltigkeit wird nicht in separaten Anwendungen geführt, sondern ist Bestandteil der Kernprozesse.
Nachhaltigkeitsdaten entstehen dort, wo auch die Geschäftsprozesse stattfinden, zum Beispiel im Einkauf, in der Produktion, in der Logistik, im Asset Management oder im Finanzwesen. Dadurch entfallen viele manuelle Datenerfassungen und nachträgliche Korrekturen.
Nachhaltigkeitsmanagement als operatives Steuerungsinstrument
SAP verbindet Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten in einer gemeinsamen Datenbasis. Wichtige Informationen wie CO2-Fußabdrücke, ESG-Kennzahlen sowie Produkt- und Lieferantendaten stehen direkt in den operativen Prozessen zur Verfügung. Sie können somit bei Entscheidungen unmittelbar berücksichtigt werden, neben klassischen Faktoren wie Kosten, Qualität oder Lieferfähigkeit.
Dadurch entwickelt sich Nachhaltigkeit von einer reinen Reporting-Aufgabe hin zu einem operativen Steuerungsinstrument. Unternehmen erhalten eine konsistente und prüfungssichere Datenbasis für operative Entscheidungen, ESG-Reporting und regulatorische Anforderungen.
Mit dem SAP Green Ledger werden Emissionen ähnlich wie Finanzdaten erfasst und ausgewertet. So lassen sich die Auswirkungen von Geschäftsentscheidungen auf Kosten, CO2-Emissionen und Compliance transparent nachvollziehen.
Die vier zentralen Bereiche des SAP Nachhaltigkeitsmanagements
1. ESG-Reporting und Compliance
Unterstützt die Erfüllung von Anforderungen wie CSRD und ESRS. Nachhaltigkeitskennzahlen werden direkt aus operativen Daten abgeleitet, automatisiert ausgewertet und konsolidiert. Die Verknüpfung von ESG- und Finanzdaten schafft eine belastbare Grundlage für prüfungssichere Berichte.
2. Carbon Management
Ermöglicht die Erfassung und Analyse von CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit SAP Sustainability Footprint Management werden Emissionen auf Unternehmens-, Produkt- und Prozessebene berechnet und ausgewertet.
Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen werden transparent erfasst und direkt in Geschäftsprozesse integriert.
3. Nachhaltige Wertschöpfungsketten
Schafft Transparenz über Materialien, Lieferanten und Produkte. Nachhaltigkeitsinformationen wie CO2-Daten, Zertifizierungen oder Herkunftsnachweise stehen direkt im Beschaffungsprozess zur Verfügung.
Einkaufsteams können Nachhaltigkeitskriterien neben Preis, Qualität und Lieferfähigkeit in Entscheidungen einbeziehen.
Lösungen wie SAP Sustainability Data Exchange und SAP Green Token unterstützen den standardisierten Austausch und die Rückverfolgbarkeit nachhaltiger Materialien in Lieferketten.
4. Operational Compliance
Unterstützt die Einhaltung von Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen direkt in den Geschäftsprozessen. Risiken werden frühzeitig erkannt und Compliance-Anforderungen systematisch umgesetzt.
SAP Sustainability Lösungen im Überblick
SAP bietet ein integriertes Portfolio für ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement:
>> SAP Sustainability Control Tower
Plattform zur Erfassung, Aggregation und Auswertung von ESG-Kennzahlen. Unterstützt die Strukturierung von Nachhaltigkeitsdaten sowie die Erstellung von Berichten nach regulatorischen Anforderungen (z. B. CSRD/ESRS).
>> SAP Sustainability Footprint Management
Anwendung zur Berechnung von CO2-Fußabdrücken auf Unternehmens- und Produktebene. Berücksichtigt Emissionsdaten entlang der Wertschöpfungskette und ermöglicht deren quantitative Auswertung.
>> SAP Sustainability Data Exchange
Lösung für den standardisierten Austausch von Nachhaltigkeitsdaten zwischen Unternehmen. Ermöglicht die Übermittlung von Emissions- und Produktdaten in Lieferketten.
>> SAP Green Token
System zur Abbildung von Herkunft, Verarbeitung und Weitergabe nachhaltiger Materialien. Wird insbesondere für Mass-Balance-Ansätze und Nachweisführung in Lieferketten verwendet.
>> SAP Responsible Design and Production
Anwendung zur Berücksichtigung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten in Produkt- und Verpackungsdesigns. Fokussiert auf Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und regulatorische Anforderungen.
>> SAP Environment, Health and Safety (EHS)
System für das Management von Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsprozessen. Umfasst unter anderem Risiko-, Vorfalls- und Compliance-Management.
SAP verbindet Nachhaltigkeit direkt mit den Kernprozessen des Unternehmens. Anwendungen, Daten und KI werden in einer einheitlichen Systemlandschaft integriert – von Einkauf und Produktion über Supply Chain und Asset Management bis hin zu Finanzen und ESG-Reporting.
Die SAP Business Data Cloud harmonisiert Daten aus unterschiedlichen Quellen und schafft eine konsistente Basis für Reporting, Analyse und Steuerung. Unterstützt durch KI und Joule werden Prozesse automatisiert und Entscheidungen verbessert.
Von Compliance zu nachhaltiger Wertschöpfung
Nachhaltigkeit in der Lieferkette gewinnt insbesondere im Zusammenhang mit Scope-3-Emissionen und regulatorischen Anforderungen zunehmend an Bedeutung. SAP unterstützt Unternehmen dabei, Transparenz über Materialien, Lieferanten, Produkte und Nachhaltigkeitskennzahlen entlang der gesamten Supply Chain zu schaffen.
Rückverfolgbarkeit und Datenaustausch entlang der Wertschöpfungskette
Nachhaltigkeitsinformationen wie CO2-Fußabdrücke, Zertifizierungen, Herkunftsnachweise oder Materialdaten können direkt in Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse integriert werden. Einkaufsteams erhalten dadurch die Möglichkeit, Nachhaltigkeitskriterien neben Kosten, Qualität und Lieferfähigkeit in ihre Entscheidungen einzubeziehen.
Lösungen wie SAP Sustainability Data Exchange und SAP Green Token unterstützen den standardisierten Austausch von Nachhaltigkeitsdaten sowie die Rückverfolgbarkeit nachhaltiger Materialien entlang der Wertschöpfungskette.
Unser Beitrag für eine nachhaltige Zukunft
Wir unterstützen Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsanforderungen, Compliance-Prozesse und ESG-Ziele nachhaltig in ihre SAP-Systemlandschaft zu integrieren. Dabei verbinden wir regulatorische Anforderungen, Geschäftsprozesse und SAP Sustainability Lösungen zu einer durchgängigen und praxistauglichen Gesamtarchitektur.
Der Schwerpunkt liegt auf der Verankerung von Nachhaltigkeit direkt in den operativen Prozessen – von Product Compliance und SAP Environment, Health and Safety (EHS) über Umwelt- und Abfallmanagement bis hin zu ESG-Reporting, Carbon Management und nachhaltigen Lieferketten.
- Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie REACH, RoHS, CSRD und ESRS
- Einführung und Integration von SAP Sustainability Lösungen für ESG-Reporting, Carbon Management und Compliance
- Integration von Nachhaltigkeits- und Compliance-Prozessen in SAP S/4HANA und bestehende Geschäftsprozesse
- Erfassung, Berechnung und Integration von CO2-Emissionen (Scope 1, Scope 2 und Scope 3) in operative Prozesse
- Steuerung von Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken mit SAP EHS
- Digitalisierung und Automatisierung nachhaltigkeitsrelevanter Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Mehrwert durch integriertes Nachhaltigkeitsmanagement
Ein ERP-zentrierter Ansatz bietet Vorteile gegenüber isolierten ESG-Lösungen:
- Höhere Datenqualität und bessere Prüfbarkeit
- Echtzeittransparenz über ESG- und CO2-Kennzahlen
- Schnellere und konsistentere ESG-Reports
- Reduzierter manueller Aufwand durch Automatisierung
- Integration von Nachhaltigkeitsdaten in operative Entscheidungen
- Verknüpfung von Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten
- Verbesserte Steuerung von Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen
- Mehr Transparenz in Lieferketten und Beschaffung
- Bessere Risiko- und Compliance-Steuerung

